Viele Pipelines entstehen aus der Aufgabenliste des Vertriebsteams: anrufen, Demo, Angebot senden, nachfassen. Das wirkt naheliegend, bedeutet aber, dass ein Geschäft vorankommt, sobald der Vertrieb etwas tut, auch wenn der Kunde keinen Schritt gemacht hat. Zehn Angebote in „Angebot verschickt“ können zehn Käufer sein, die unterschreiben wollen, oder zehn, die die E-Mail nie geöffnet haben. Pomio CRM empfiehlt, Stages danach zu benennen, was der Kunde getan oder bestätigt hat, denn darauf können sich Führungskräfte, der Forecast und eine Kollegin, die das Geschäft übernimmt, tatsächlich verlassen.
Aktivitäts-Stages messen Aufwand, Kunden-Stages messen Fortschritt
Eine Stage, die nach einer Vertriebsaktivität benannt ist, ist immer erreichbar: Ein Angebot kann man jedem schicken. Eine Stage, die nach einem Kundenschritt benannt ist, verlangt etwas vom Käufer: einen angenommenen Termin, einen bestätigten Bedarf, ein genanntes Budget, einen Vorschlag, mit dem er weitermachen will. Genau dieser Unterschied macht die Stage aussagekräftig. Spiegeln die Stages Kundenschritte wider, sagt der Anteil der Geschäfte in späten Stages etwas über echtes Kaufinteresse, und eine Abschlusswahrscheinlichkeit, die der Stage folgt, wird glaubwürdig statt optimistisch.
Pro Stage die Belege festhalten
Ein guter Stage-Name ist kurz, deshalb gehört ein Satz dahinter, der beschreibt, was erfüllt sein muss. „Bedarf bestätigt: Der Kunde hat das Problem beschrieben und zugestimmt, dass es dieses Jahr gelöst werden soll.“ „Angebot grundsätzlich angenommen: Die entscheidende Person hat Umfang und Preis zugestimmt, die Formalitäten folgen.“ Diese Sätze werden zu den Exit-Kriterien je Stage, und sie funktionieren nur, wenn Vertrieb und Management sie gleich lesen, wie in gleiche Stage-Definitionen für Vertrieb und Management beschrieben.
Aktivitäten als Aufgaben führen, nicht als Stages
Was der Vertrieb tut, bleibt wichtig, gehört aber in Aufgaben und Aktivitäten statt in die Pipeline. „Angebot senden“ ist eine Aufgabe mit Fälligkeitsdatum; die Stage ändert sich, wenn der Kunde darauf reagiert. So bleibt die Pipeline auch kurz. Die meisten mittelständischen Unternehmen kommen mit fünf oder sechs Stages aus, und eine maximale Anzahl an Stages verhindert, dass jeder interne Schritt zu einer Spalte auf dem Board wird.
Was tun, wenn der Kunde einen Schritt zurückgeht?
Kundenbezogene Stages machen sichtbar, wenn ein Käufer zurückfällt, etwa wenn ein bestätigtes Budget plötzlich zurückgezogen wird. Das ist eine nützliche Information, kein Fehler der Pipeline. Legen Sie fest, ob ein Geschäft in diesem Fall auf eine frühere Stage zurückgesetzt werden darf und ob das Überspringen einer Stage eine Genehmigung braucht, wenn ein Kunde vom Erstkontakt direkt zum unterschriebenen Auftrag springt. Beide Regeln sind leichter anzuwenden, wenn jede Stage etwas beschreibt, das der Kunde getan hat.